Geistlicher Cyber Sex _ das Opfer wurde Täter   Leave a comment

Geistlicher soll Cyber-Sex mit Kindern gehabt haben

MITTWOCH, 23. MAI 2012, 14:53 UHR

Siegen/Netphen (dpa/lnw) – Ein Geistlicher aus Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) muss sich wegen Verbreitung Kinderpornografischer Schriften vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Siegen hat Anklage gegen den 55 Jahre alten, mittlerweile von seinen Pflichten entbundenen Gemeindepfarrer erhoben. Auf dem Computer des Mannes wurden mehr als 1000 Bilder und Filme mit kinderpornografischen Inhalten entdeckt. Diese soll der Geistliche auch an Kinder und Jugendliche weitergegeben haben.

http://www.bild.de/regional/koeln/koeln-regional/geistlicher-soll-cybersex-mit-kindern-gehabt-24292258.bild.html

 

Vom Opfer zum Täter aufgestiegen

Von Elmar Schütze

  BERLIN –  

Zum Auftakt des dritten Prozesses um sexuellen Missbrauch in der Parkeisenbahn in der Wuhlheide haben die Angeklagten Geständnisse abgelegt. Offenbar hatten die Vorfälle schon seit Langem Methode.

Der 31-jährige Tobias N. gibt sexuellen Missbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen in zehn Fällen in den Jahren 2001 bis 2007 zu, der 26-jährige Steffen M. muss sich für drei Fälle verantworten. Sie hätten auf dem Vereinsgelände und in ihren Privatwohnungen Sex mit Kindern und Jugendlichen gehabt, die bei der Parkeisenbahn ihre Freizeit verbrachten. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Tobias N. 13 Fälle vorgeworfen, die drei noch offenen Taten kommen erstmal zu den Akten.

 

Die Angeklagten Tobias N. (2.v.l.) und Steffen M. (l.) bei ihrer Ankunft zum Prozessauftakt im Landgericht in Berlin.
Foto: dapd

Auf der Anklagebank sitzen an diesem Donnerstag zwei Jungen mit piepsigen Stimmen. Ihre Angaben zur Person sind kaum zu verstehen – vielleicht aus Scham über ihr Verhalten. Dafür geben die von ihren Anwälten verlesenen Geständnisse den Blick frei auf die Zustände bei dem Verein. Auf die Hierarchie, die Vorgesetzte und Untergebene produziert, wo es doch um ein spielerisches Hobby von jungen und alten Jungs gehen sollte. Auf die schwitzige Männerbündelei, in der über Hinweise auf sexuelle Übergriffe auf „die Untergebenen“ hinwegschaut wird. Auf die Methode, die all dies offenbar seit Langem hatte.

So ließ Tobias N. seinen Anwalt sagen, er selbst sei als zwölfjähriger Eisenbahn-Enthusiast bei der Parkeisenbahn gelandet und habe rasch bemerkt, „dass ich schwul bin.“ Dort habe er auch seine ersten sexuellen Kontakte gehabt. Als Opfer offenbar. Im Laufe der Jahre stieg er in der Hierarchie auf bis zum Bahnhofsleiter – und wurde zum Täter.

 

Die juristische Aufarbeitung um den Skandal bei der Berliner Kindereisenbahn geht weiter.
Foto: dpa

Heute wisse er, dass er sich bei der Bahn aufgehalten habe, weil er dort Sex mit Kindern und Jugendlichen haben konnte, die ihm anvertraut worden waren. Der 31-Jährige, der heute als Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn angestellt ist, wegen Krankheiten nach eigenen Angaben aber kaum arbeiten kann, entschuldigte sich für seine Taten.

Dies tat auch ein Bekannter, der Mitangeklagte Steffen M. Er habe mit dem Verein nichts zu tun, sei nur „aus Neugier“ zu Treffen gegangen, bei denen er Sex gehabt habe. Vor Gericht bezeichnete er sich als Außenseiter. Heute arbeitet er für ein Unternehmen im Güterverkehr.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/missbrauchsprozess-am-landgericht-berlin-vom-opfer-zum-taeter-aufgestiegen,10809148,16105370.html

 

Veröffentlicht Juni 3, 2012 von liebeslehre in Uncategorized

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