lehrer und schülerliebe im internat   Leave a comment

Nähe und eine gewisse Form von «Liebe» zwischen Lehrer und Schüler gilt aber tatsächlich als lernmotivierend.
Richtig. Und sie fehlt in den öffentlichen Schulen oft, wo im 45-Minuten-Takt die Lehrer die Klasse wechseln. Es ist auch kein Wunder, dass es im Jahr 2009 in Deutschland die höchste Zahl an Privatschul-Anmeldungen gab, auch unter sogenannt linken Eltern. Aber immerhin kann man an einer Regelschule mit «Unterrichtsbeamten» einen systematischen Missbrauch so gut wie ausschliessen; dort werden eher, im Einzelfall, pubertierende Jugendliche zur Anfechtung für Lehrpersonen. Aber erst in der Enge des Zusammenlebens von Internaten – indem der Lehrer als persönlicher Betreuer oder gar als väterlicher Freund auftritt – können sich ganze Missbrauchssysteme entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, dass Kindesmissbrauch immer noch am häufigsten innerhalb der Familien geschieht, und in einem Internat werden familienähnliche Strukturen aufgebaut.

Was ist zu tun?
Internate sollten künftig vor allem Lehrerehepaare einstellen. Man sollte die Verjährungsfrist sexueller Übergriffe aufheben. Sogar dann, wenn die Ermittlungen nach mehreren Jahrzehnten immer schwieriger werden – auch als Abschreckung. Ob man einen ubiquitären «Unbedenklichkeitscheck» wie in England einführen kann, weiss ich nicht. Aber man wird und soll in Zukunft genauer hinschauen, wen man einstellt.

Veröffentlicht November 15, 2010 von liebeslehre in einvernehmliche liebe, kindersexualität, sexualpolitik

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: